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Spielanleitung
 

Kinder: Dass ihr ja spielt! Aber leise! Sonst kommt das Spielzeug weg!

Der Nürtinger Gemeinderat hat 2009 beschlossen, einen Kinderspielepfad in der Innenstadt aufzubauen. Tolle Idee! Doch dann lief vier Jahre lang viel Wasser den Neckar hinunter. Im Herbst 2013, vier Jahre später, kreißte der Berg und gebar eine Maus: Das erste und vorerst einzige Spielgerät am Obertor wurde aufgestellt. Es steht direkt neben der Kreissparkasse und besteht hauptsächlich aus Holzbalken, auf denen balanciert werden darf. Der Pfad für die Kinder ist also sehr kurz.

Und wird es wohl auch bleiben. Denn die Planung für den Kinderspielepfad "... musste ... nach heftigen Protesten der Anwohner und Geschäftsleute fallen gelassen werden. Nun reduziert sich der Kinderspielepfad auf ein Element, für das es einen Probelauf gibt. Sollten sich die Beeinträchtigungen für Anwohner und Geschäfte als zu groß erweisen oder das Spielgerät überhaupt nicht angenommen werden, wird es nach einem Jahr wieder abgebaut", teilt die Stadt mit.

Wenn die Kinder auf dem neuen Spielgerät in dieser „nüchtern ausgestalteten Straße“ (Stadt Nürtingen) also nicht spielen wollen, wird es ihnen weggenommen und es gibt auch keine weiteren Spielsachen mehr. Wenn es ihnen aber gefällt, auf den Balken zu balancieren, vielleicht sogar mehrere Kinder gleichzeitig, sie dabei aber zu laute Äußerungen von sich geben (lachen zum Beispiel), dürfen sie auch nicht mehr spielen.

Es wundert fast, dass (noch?) kein Schild angebracht ist, mit einem Text in etwa wie: „Spielen erlaubt von 8.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 18.00 Uhr! Sonntags und feiertags ist spielen verboten! Laut sein ist verboten! Herunterfallen ist verboten! Benutzung auf eigene Gefahr! Wenn Sie gespielt haben, tragen Sie sich bitte in das nebenstehende Spielprotokoll ein! Wenn bis September 2014 zu wenig Eintragungen vorhanden sind, wird das Gerät wieder abgebaut!“

Spielen ist sowieso laut, es nervt die, die nicht spielen. Für die ist spielen Zeitverschwendung. Die Zeit sollte man lieber sparen. Vielleicht kann man die gesparte Zeit ja in der Sparkasse anlegen? Oder doch lieber bei den Zeitdieben in den Geschäften um den Spiel“pfad“? Deren Lobby ist offensichtlich größer als die der Kinder.

Falls das Spielgerät wieder wegkommt, wird es wieder ruhig in der "nüchtern ausgestalteten Straße". Keine Kinder, kein Spielgerät, und keine Menschen.

Vorsicht Satire!
Den Nürtinger Rundschlag ist nur für Menschen verständlich, die Spaß verstehen und vertragen. Ähnlichkeiten mit lebenden oder ehemals lebenden Personen sind immer rein zufällig und nicht beabsichtigt. Die Redaktion übernimmt keinerlei Verantwortung. Sowieso nicht, wenn die Satire vom Leben selbst geschrieben wurde.

 


 


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